Der Imam und die islamische Heirat

Der Imam und seine Rolle auf einer islamischen Hochzeit

Auf einer islamischen Hochzeit nimmt der Imam eine wichtige Rolle ein und welche Aufgabe er bei der Eheschließung verantwortet, können Sie in unserem informativen Artikel nachlesen.

Imam islamische Hochzeit
Der Imam spielt eine wichtige Rolle bei der islamischen Hochzeit!

Wer ist der Imam?

Der Imam ist dem Koran zufolge ein Vorsteher, Anführer oder Vorbild und nach der klassischen islamischen Staatstheorie ist er das geistliche Oberhaupt im Islam. Er gilt als Nachfolger des Propheten Mohammed. Die Bezeichnung Imam bedeutet außerdem Vorbeter, da er das Ritualgebet vorliest.

In Deutschland gibt es über 1.200 hauptamtliche und etwa tausend ehrenamtliche Imame und für diese Tätigkeit wird weder eine Berufsausbildung noch Studium benötigt, weshalb diesen Beruf jeder ausführen kann. Seit Juni 2021 gibt es mit dem Islamkolleg Deutschland allerdings die erste mit staatlichen Mitteln geförderte Ausbildungsstätte, an der islamische Geistliche ausgebildet werden.

Als Ehrentitel wird Imam auch verwendet und betrifft Persönlichkeiten, die außerordentlich gläubig und gebildet sind.

Welche Rolle hat er bei einer islamischen Hochzeit?

Im Rahmen einer Nikah, der islamischen Hochzeitszeremonie, werden die Braut und Bräutigam vor der Zeremonie rituell gewaschen. Anschließend wird vom Imam ein Gebet gesprochen oder liest Zeilen aus dem Koran vor. Danach erfolgt eine Besprechung über die Mitgift des Ehevertrags, welches durch das Brautpaar und Wali akzeptiert werden muss.

Der Bräutigam wird vom Imam als Erstes dreimal gefragt, ob er sich sicher mit der Eheschließung mit seiner Braut ist. Er muss dreimal mit „Ja“ antworten. Nun fragt der die Braut ebenfalls in gleicher Weise, die auch dreimal die Ehe bejahen muss. Die zwei Zeugen werden abschließend bezüglich der Bezeugung der Heirat befragt.

Der Bund der Ehe wird am Ende der Hochzeitszeremonie durch den Imam bekräftigt und zusammen ein Abschlussgebet gesprochen.

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